ALLGEMEINES

GesundheitUm als Heilpraktiker tätig sein zu dürfen, muss man laut Heilpraktiker-Gesetz die „Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung“ erwerben. Gesetzlich geregelt ist dies schon seit 1939. Dafür muss eine schriftliche und eine mündliche Prüfung vor dem Amtsarzt des örtlichen Gesundheitsamtes absolviert werden.

Dabei werden die Kenntnisse in den Bereichen medizinisches Grundwissen, Erkennen von Volkskrankheiten und allgemeine Krankheitslehre geprüft. Zudem muss der Prüfling in Anamneseerhebung, Injektionstechniken und Erstversorgung in Notfällen tauglich sein und Laborwerte verstehen und auswerten können. Das reicht aber noch nicht aus. Als angehender Heilpraktiker muss man ebenso über die rechtlichen Grenzen und die Gefahren und Einschränkungen im Bilde sein. Nicht zu vergessen sind Sterilisation und Desinfektion und natürlich das Thema Praxishygiene. Schließlich arbeitet der Heilpraktiker fast ausschließlich in seinen Praxisräumen. Ausnahmen gibt es dabei in bestimmten Situationen bei Hausbesuchen.



MassageZu den Krankheiten, die ein Heilpraktiker nicht behandeln darf, zählen die im Infektionsschutzgesetz aufgeführten Infektionskrankheiten. Außerdem dürfen sie keine Geburtshilfe leisten oder sich in die zahnärztlichen Bereiche wagen. Genauso sind auch die Ausschreibung des Totenscheins, sowie die Verordnung von Kuren oder Renten immer noch Sache der Ärzte. Wichtig ist dabei auch noch, dass es Heilpraktikern untersagt ist, dem Patienten verschreibungspflichtige Medikamente zu verordnen.